Dhaka - In Bangladesch hat ein von der Opposition organisierter Generalstreik am Sonntag weite Teile des öffentlichen Lebens lahm gelegt. Dabei kam es zu gewaltsamen Ausschreitungen, bei denen 35 Menschen verletzt wurden.

Mit dem landesweiten Streik versuchte die Opposition, ihrer Forderung nach einem Rücktritt des Chefs der nationalen Wahlkommission Nachdruck zu verleihen. Das Bündnis aus 14 Parteien wirft Wahlleiter M.A. Aziz Begünstigung der Regierung vor und verlangt eine Reform der Wahlkommission. Nur so sei es möglich, dass die für Jänner 2007 geplante Parlamentswahl frei und fair ablaufen könne, erklärte die Opposition.

Schulen und Geschäft blieben am Sonntag, einem normalen Arbeitstag im überwiegend moslemischen Bangladesch, geschlossen, ebenso die Börse in der Hauptstadt Dhaka. Auch die meisten Behörden öffneten nicht oder waren nur mit wenigen Mitarbeitern besetzt. Die Regierung setzte hunderte zusätzliche Polizisten ein, um Ruhe und Ordnung Aufrecht zu erhalten. Doch kam es in Dhaka und der nahe gelegenen Industriestadt Tongi zu Zusammenstößen mit Anhängern der Opposition. Die Polizei erklärte, sie sei von Demonstranten mit Steinen beworfen worden. (APA/Reuters)