Jerusalem - Der Vorsitzende der israelischen Likud-Partei, Benjamin Netanyahu, hat territoriale Zugeständnisse an die Palästinenser angekündigt, sollte seine Partei die Parlamentswahl im März gewinnen. Bei einem Friedensabkommen "sind wir zu umfangreichen Zugeständnissen bereit", sagte Netanyahu am Sonntag auf einer Konferenz nahe Tel Aviv. Netanyahu betonte jedoch, es müsse auf beiden Seiten ein Entgegenkommen geben.

Die endgültigen Grenzen Israels sollen Netanyahu zufolge Ostjerusalem umfassen, das Jordan-Tal und weitere Teile des Westjordanlands - die von den Palästinensern für einen künftigen eigenen Staat beansprucht werden. Außerdem will er den israelischen Sperrwall weiter ins Westjordanland verlegen, um durch die größere Distanz israelische Ortschaften vor Raketenangriffen zu schützen. Der Oberste Gerichtshof Israels hat einen solchen Verlauf des Grenzzauns untersagt.

Die Likud liegt in Umfragen vor der Parlamentswahl am 28. März deutlich zurück. Netanyahu war während seiner Zeit als Ministerpräsident in den Jahren 1996 bis 1999 für seinen harten Kurs gegenüber den Palästinensern bekannt. (APA)