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Spitzenmedizin unter der Lupe.

Foto: REUTERS/Cho In-Won/Red
Graz - Aktuelle medizinische Information in einfacher Sprache bietet die so genannte "Mini Med Studium"-Reihe nun auch in der Steiermark. Angeboten werden die kurzweiligen Vorlesungen, in deren Anschluss die Referenten sich auch der Diskussion mit den Teilnehmern stellen, ab dem 30. Jänner an der Medizininischen Universität Graz. Sechs Vorträge von führenden Ärzten des Landes stehen am Programm des ersten Semesters.

Die Idee zum so genannten "Mini Med Studium" stammt aus Tirol: auf Initiative des Vorstands der Innsbrucker Universitätsklinik für Urologie, Georg Bartsch. Er startete damals eine Reihe mit vier Veranstaltungen zu urologischen Themen. Seit dem Jahr 2000 haben mehr als 65.000 Menschen an insgesamt über 200 Vorlesungen in Nord-, Ost- und Südtirol, in Vorarlberg, Salzburg und - seit 2005 auch in Oberösterreich - teilgenommen. Nun greift auch die Medizinische Universität Graz auf das bewährte Konzept zurück. "Wissen hilft Menschen, gesund zu bleiben und macht aus Patienten mündige Partner", so Bartsch anlässlich der Präsentation des Grazer Programmes am Dienstag.

Zehn Vorträge pro Halbjahr

In der Steiermark zeichnet Hellmut Samoniggg, Leiter der Abteilung für Onkologie an der Medizinischen Universität Graz, verantwortlich: An sechs Abenden referieren Mediziner "in allgemein verständlicher Sprache" jeweils rund eine Stunde wichtigen Gesundheitsthemen. Dabei sollen die Ursachen, Verlauf, Diagnostik- und Therapiemöglichkeiten häufiger Krankheitsbilder aber auch die Zusammenhänge zwischen Körper, Seele, Geist und neueste Forschungsergebnisse zur Sprache kommen. Im Endausbau will man halbjährlich je zehn Vorträge anbieten.

Die Vorträge starten am Montag, den 30. Jänner und werden im Zweiwochen-Rhythmus fortgesetzt. Im Mittelpunkt stehen die Themen Krebs, Zahngesundheit, Kreuzschmerzen, Schlaganfall, Blut und Bluthochdruck. Auf Wunsch wird den Teilnehmern ein Zertifikat über den Besuch der Veranstaltung ausgestellt. Als Sponsoren, die den Interessierten die kostenlose Teilnahme ermöglichen, konnten u.a. der Rat für Forschung und Technologie-Entwicklung, das Pharmaunternehmen Ratiopharm, die Bank für Kärnten und Steiermark, die Generali Versicherung gefunden werden. (APA)