Nächste Woche schon soll der Publikumsrat des ORF erstmals in seiner neuen Zusammensetzung tagen. Noch aber sind etliche Mitglieder ausständig. Am Dienstag endete die (Nach-)Nominierungsfrist für Vertreter des Bereichs ältere Menschen/Senioren. Wann die komplette Besetzung des Publikumsrats bekannt gegeben wird und ob dies rechtzeitig geschieht, so dass die konstituierende Sitzung am 2. Februar stattfinden kann, war auf APA-Anfrage im Bundeskanzleramt vorerst nicht klar.

17 Räte

17 Räte bestellt der Bundeskanzler auf Grund von Vorschlägen repräsentativer Einrichtungen bzw. Organisationen für folgende Bereiche: Hochschulen, Bildung, Kunst, Sport, Jugend, Schüler, ältere Menschen, behinderte Menschen, Eltern bzw. Familien, Volksgruppen, Touristik, Kraftfahrer, Konsumenten und Umweltschutz. Im Bereich Senioren allerdings wurden die entsprechenden Verbände am 10. Jänner zu einer Nachnominierung aufgerufen. Kurt Bergmann, ursprünglich Kandidat des VP-Seniorenbundes, zog seine Kandidatur nämlich wieder zurück - er soll direkt in den Stiftungsrat entsandt werden.

35 Mitglieder

Insgesamt 35 Mitglieder hat der Publikumsrat. Im Dezember 2005 ging die Wahl der sechs Direkt-Kandidaten über die Bühne, wobei sich durchwegs SP-nahe Kandidaten durchsetzten. Je ein Mitglied wird von der Wirtschaftskammer Österreich, der Präsidentenkonferenz der Landwirtschaftskammern, von der Bundesarbeiterkammer und vom ÖGB bestellt. Die Kammern der freien Berufe entsenden gemeinsam ein Mitglied, die römisch-katholische und die evangelische Kirche ebenfalls je eines. Vier Mitglieder kommen von den Bildungseinrichtungen der Parteien, eines von der Akademie der Wissenschaften.

Fixer Tagesordnungspunkt auf der ersten Sitzung des Publikumsrats - wann immer sie auch stattfindet - ist die Entsendung von sechs Stiftungsräten. Drei davon müssen sich aus den direkt gewählten Mitgliedern rekrutieren. (APA)