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Foto: AP Photo/Maurice Kottelat, Carnol, Switzerland and Raffles Museum
Cornol - Biologen haben in den Regenwäldern der indonesischen Insel Sumatra das weltweit kleinste Wirbeltier entdeckt. Es handelt sich um einen Fisch mit der Größe einer Mücke, wie der beteiligte Schweizer Wissenschafter Maurice Kottelat berichtete.

Larvenartiges Aussehen

Das Tier misst ausgewachsen 7,9 Millimeter, was der Größe einer Mücke entspricht. Es handelt sich um einen Fisch aus der Karpfen-Familie, den seine Entdecker auf den Namen Paedocypris progenetica tauften. Selbst ausgewachsen sehe der Fisch aus wie eine Larve, sei durchsichtig und gebe den Blick frei auf einen rudimentären Schädel und das Gehirn. Das Männchen weise ausgeprägte Flossen auf, was auf eine spezielle Fortpflanzung schließen lasse.

Bedrohter Lebensraum

Die Entdeckung des Minifisches zeige, wie wenig über die Tierarten in Südostasien bekannt sei. Das sei gravierend, weil gerade der Lebensraum und somit das Überleben dieses bizarren Fisches bedroht sei. Paedocypris progenetica kommt nur im seltenen Torfmoor-Wald vor, in dem die Bäume in meterdicken, weichen Torfschichten verwurzelt sind, über welchen das Wasser steht.

Der Wissenschafter berichtete, die Forschergruppe habe den Paedocypris progenetica in einem systematischen Inventar der Flüsse Asiens im Auftrag der Universität Singapur gefunden. Die Resultate werden in der Internetausgabe des Wissenschaftsmagazin "Proceedings of the Royal Society: Biological Sciences" publiziert. (APA/AP)