Frankreich, Autobahn Marseille – Avignon. Müdigkeit macht sich breit, schließlich haben wir schon 1200 Kilometer hinter uns. Ein Energy Drink wäre jetzt die Rettung, und nach was sehnen sich ÖsterreicherInnen in einer derartigen Situation? Nach Red Bull natürlich.

Das Problem: Red Bull trinkt in Frankreich kein Mensch, es ist nicht im Angebot. Der Grund: Frankreich hat Red Bull mit einem Importverbot belegt, weil der Koffeingehalt ein bestimmtes Limit überschreitet und dem Getränk außerdem Taurin beigemengt ist. "Verstoß gegen den freien Warenverkehr!", könnte man nun laut und deutlich rufen, was auch tatsächlich passiert ist.

Der Fall landete 2004 vor dem Europäischen Gerichtshof und wurde positiv für Frankreich entschieden. Französische Wissenschafter legten eine Studie vor, die belegt, dass Getränke mit hohem Koffeingehalt und Taurin gesundheitsschädlich sein können, wenn sie in Übermaßen konsumiert werden. Auf Basis von Art. 30 des EG-Vertrages musste der EuGH ein Einfuhrverbot zulassen. Ein ähnliches Verbot existiert auch in Dänemark.

Deshalb verleiht Red Bull weder den FranzösInnen noch den DänInnen Flügel.