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Die häufigen Tests von Rossi lassen mehr als nur Spaß an der Sache vermuten.

Foto: APA/AP
Maranello - Der Wechsel von Motorrad-Serienweltmeister Valentino Rossi in die Formel 1 wird immer wahrscheinlicher. Mitten in der wichtigen Vorbereitung auf die neue Saison steigt Rossi wieder für Testfahrten in den Ferrari. Drei Tage lang wird der italienische Superstar in der nächsten Woche an der Seite von Rekordweltmeister Michael Schumacher und Felipe Massa in Valencia fahren. "Dies ist der erste echte Formel 1 Test für ihn", betont Rossis Vater Graziano.

Die Proberunden in Spanien von Dienstag bis Donnerstag würden dem Sohn helfen, eine wirkliche Entscheidung zu treffen. "Ungefähr Mitte dieses Jahres wird er dann Ja oder Nein sagen", verriet Rossis Vater. Sein Sohn werde bis dahin sehen, ob er wirklich mit den Formel-1-Größen mithalten könne. Während Schumacher, der ebenfalls Mitte des Jahres über eine eventuelle Fortsetzung seiner Karriere entscheiden will, und Massa den neuen "248 F 1" auf Herz und Nieren prüfen werden, wird Rossi in Spanien im Vorjahresmodell auf die Strecke gehen.

"Jetzt wird es ernst"

In Italien hoffen immer mehr Motorsportfans an die Traumehe zwischen dem beliebten Motorradstar und dem legendären Formel-1-Rennstall. "Jetzt wird es ernst", schrieb die La Gazzetta dello Sport in ihrer Freitag-Ausgabe. Nach der nun anstehenden Motorradsaison im Yamaha-Team könnte der siebenfache Weltmeister ab 2007 zu Ferrari wechseln. In Maranello stehen ihm alle Türen offen. "Es ist seine Entscheidung", betont Ferrari-Direktor Jean Todt immer wieder.

Auch Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo würde Rossi mit offenen Armen empfangen. Vor allem in Italien ergäben sich durch "Dottor Rossi" am Steuer eines Ferraris ungeahnte Werbechancen. Gleichzeitig teilt Montezemolo jedoch auch die Skepsis vieler Motorsportexperten, die den Wechsel von zwei auf vier Räder für nicht ganz so leicht halten. "Motorräder sind eine, Autos eine andere Sache", weiß auch Montezemolo.

"Ferrari-Fest und Valentino-Rätsel"

Dass Ferrari seinen neuen Rennwagen ausgerechnet auf der für seine Motorradrennen bekannten Strecke in Mugello vorstellte, werteten manche in Italien schon als erstes Indiz für den bevorstehenden Coup. "Ferrari-Fest und Valentino-Rätsel", titelte die La Gazzetta dello Sport. Schon bei der Präsentation des Boliden schien Rossi wie ein allgegenwärtiger Geist über Ferrari zu schweben.(APA/dpa)