Wiesbaden - Die Löhne und Gehälter in Deutschland sind im vergangenen Jahr weniger stark angestiegen als jemals seit dem Beginn der gesamtdeutschen Statistik im Jahr 1995. Wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte, erhöhten sich die tariflichen Monatsgehälter der Angestellten in der gewerblichen Wirtschaft und bei den Gebietskörperschaften 2005 im Jahresvergleich um nur 1,3 Prozent.

Die tariflichen Stundenlöhne der Arbeiter stiegen im gleichen Zeitraum sogar nur um 1,2 Prozent. Da sich die Verbraucherpreise in Deutschland zugleich im Jahresdurchschnitt um 2,0 Prozent erhöhten, bedeutet dies ein deutliches Absinken des Reallohnniveaus.

Überdurchschnittlich erhöhten sich laut Statistischem Bundesamt die tariflichen Monatsgehälter der Angestellten in den Wirtschaftsbereichen Eisenbahn (plus 3,1 Prozent), Schienenfahrzeugbau (plus 2,2 Prozent), Landverkehr, Transport in Rohrfernleitungen (plus 2,1 Prozent) und im Stahl- und Leichtmetallbau sowie im Maschinenbau (jeweils plus 1,9 Prozent). Geringe oder keine Tariferhöhungen gab es im Bekleidungs- und Textilgewerbe (plus 0,1 Prozent) und im Hoch- und Tiefbau (0,0 Prozent).

Bei den Stundenlöhnen der Arbeiter war der stärkste Anstieg im Bereich Schienenfahrzeugbau (plus 2,3 Prozent); auch hier gab es die geringsten oder keine Tariferhöhungen bei den Stundenlöhnen im Textil- und Bekleidungsgewerbe (plus 0,2 Prozent), beim Baugewerbe sowie im Hoch- und Tiefbau (jeweils 0,0 Prozent). (APA)