Wien - Während Todesfälle weltweit stiegen, verzeichne Österreich einen Rückgang der Sterberate bei Krebs, dank Vorsorgeuntersuchungen und Therapien, teilten Krebshilfe, Kinder-Krebs-Hilfe und Gesundheitsministerium anlässlich des Weltkrebstages am Samstag mit. Österreich liege bei Neuerkrankungen knapp über, bei Sterberaten unter EU-Durchschnitt: 2002 starben 20.000 Menschen an Krebs, 35.000 erkrankten daran. "Killer Nr. 1" bei beiden Geschlechtern sei Darmkrebs. Die häufigsten Krebsarten bei Männern beträfen Prostata, Lungen und Darm, bei Frauen Brust, Darm und Lungen. Österreicherinnen und Österreicher seien aber "Vorsorgemuffel": Nur vier Prozent nähmen das Angebot der Früherkennung wahr. Der Weltkrebstag gemahnt heuer an Kinder. Weltweit werde Krebs jährlich bei 160.000 Buben und Mädchen diagnostiziert - nicht berücksichtigt die Dunkelziffer in Entwicklungsländern, von der WHO auf 90.000 geschätzt. Während in Industrienationen 75 Prozent der betroffenen Kinder überlebten, stürben in Entwicklungsländern 80 Prozent mangels Diagnose und/oder Therapie. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 1. 2. 2006)