Die Verdoppelung der Zahl der Handyuser in Österreich im vergangenen Jahr von 26 auf 52% (siehe Grafik) am Anteil der Gesamtbevölkerung ist Weltrekord. Zu dieser Einschätzung kam Mads Winblad, Geschäftsführer des Bereichs Nokia Austria Mobile Phones, heute, Dienstag, in Wien. Nokia erwartet für 2000 eine Zunahme der Handyuser in Österreich auf 70%, derzeit liege die Zahl bereits bei 57%. Als Gründe für diesen Boom nannte er den zunehmenden Wettbewerb der Handybetreiber und die damit verbundenen sinkenden Preise sowie den sozialen Druck, der auf jene ausgeübt werde, die kein Handy besitzen. Der Siegeszug des Handys hatte auch eine positive Wirkung auf den Umsatz Nokias in Österreich. Dieser stieg von 4,7 Mrd. Schilling 1998 auf 5,6 Mrd. Schilling (+20%) im vergangenen Jahr. Auch für heuer rechnen die Geschäftsführer mit einem weiteren Wachstum, ohne jedoch konkrete Zahlen nennen zu wollen. Das Plus soll neben Neukunden vor allem mit WAP-Handys erzielt werden. Nach Schätzung des Herstellers werden allein heuer 15 bis 25% aller verkauften Mobiltelefone WAP-tauglich sein. "Bereits heute gibt es europaweit rund 50.000 WML (Wireless Markup Language, Anm.) –Seiten für M-Commerce und etwa 10.000 WAP-Adressen", so Winblads Schätzung. In Österreich gebe es erst rund 200 solcher Angebote, diese würden aber mit der zunehmenden Verbreitung von WAP-Handys sicher zunehmen. (pte)