Im Philips -Werk in Klagenfurt stehen einschneidende Änderungen bevor. Wie das Unternehmen am Mittwoch bekannt gab, wird die Serienproduktion bis Jahresende eingestellt, 150 der 400 Mitarbeiter verlieren dadurch ihren Job. Der Standort soll zum Innovationszentrum für den neuen Geschäftsbereich Gesundheit und Wellness werden, dort sollen 20 neue Leute eingestellt werden.

No-Name-Konkurrenz

Am Standort in Klagenfurt werden Produkte zur Körperpflege wie Epiliergeräte, Barttrimmer und Haarschneider ebenso entwickelt wie kleine Küchengeräte und Haarpflegeprodukte. Serienfertigung gab es nur im Bereich Körperpflege, diese ist laut Firmenleitung unter massiven Kostendruck geraten, vor allem durch billige No-Name-Konkurrenz.

Man habe bereits in den vergangenen Jahren eine strategische Neuausrichtung vorgenommen und Klagenfurt weg vom Produktionsbetrieb hin zu einem Entwicklungszentrum verändert. So seien 39 der 111 im Vorjahr neu auf den Markt gekommenen Produkte im Bereich Haushalt und Körperpflege in der Kärntner Landeshauptstadt entwickelt worden.

Schrittweise

Ab Mitte des Jahres wird die Serienproduktion schrittweise eingestellt, bis Jahresende ist sie Geschichte. Ab dann soll bei Vertragspartnern produziert werden. Am Mittwoch wurde die Belegschaft mit der traurigen Nachricht konfrontiert, Philips verspricht sowohl Jobvermittlungs- und Umschulungsprogramme als auch einen Sozialplan für die Betroffenen. Auch über die Einrichtung einer Stiftung wird nachgedacht.(APA)