Cesana-Pariol - Rainer Margreiter hat auch am zweiten Trainingstag für den olympischen Rodel-Bewerb in Cesana-Pariol mit Spitzenzeiten aufhorchen lassen. Der 30-jährige Innsbrucker hatte seinen Startplatz erst kurz vor den Spielen gesichert, trotz nur zwei Top-Ten-Plätzen im Weltcup zählt er nun in den vier Läufen am Samstag und Sonntag zu den Medaillenkandidaten.

Margreiter, WM-Dritter von 2003, hält nichts von Prognosen und konzentriert sich aufs Fahren. Das ist in dem Eiskanal mit 14 Kurven schwierig genug. Mit seinen Fahrten ist der Athlet von SV Igls jedenfalls recht zufrieden. "Es gibt in jedem Lauf Kleinigkeiten zu verbessern, aber Fehler macht jeder", erklärte Margreiter nach seinen Plätzen zwei und vier am Mittwoch.

Markus Kleinheinz, dem die Rolle der Nummer eins im ÖRV-Team zugedacht war, kam hingegen mit der schnellen, selektiven Bahn noch nicht optimal zurecht. Er versuchte, trotz der Probleme im zweiten Lauf (9.) locker zu bleiben. "Der erste Lauf war okay (5.), im zweiten habe ich Fehler gemacht", sagte der 29-jährige Stubaitaler. Die geringe Zahl von Trainingsläufen wirke sich bei ihm derzeit noch negativ aus.

"Das ist die schwierigste Bahn seit langem, aber gerade deshalb ist es spannend", meinte Kleinheinz, der im Olympia-Winter auf seiner Lieblingsbahn in Altenberg seinen dritten Weltcupsieg gefeiert hat. An seine Chance auf Edelmetall glaubt er weiterhin. "Aber ich mache mir darüber nicht viele Gedanken. Wo man wirklich steht, sieht man erst im Rennen." Debütant Daniel Pfister erreichte die Plätze sieben und acht.

Beide Bestzeiten in der Gruppe B, die zuerst an der Reihe war, gingen auf das Konto des Deutschen Jan Eichhorn, der im zweiten Lauf in 52,025 Sekunden bis auf zwei Hundertstel an den Bahnrekord des italienischen Topfavoriten Armin Zöggeler herankam. (APA)