Der Deutsche Presserat hat die Beschwerde des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Wolfgang Clement (SPD) gegen angeblich unlautere Recherchemethoden des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" als "unbegründet" zurückgewiesen. Wie der Presserat am Mittwoch in Bonn mitteilte, stellte der zuständige Beschwerdeausschuss keinen Beleg für den Vorwurf und auch keinen Verstoß gegen den Pressekodex fest. Clement hatte den Angaben zufolge dem Magazin vorgeworfen, bei seinen Recherchen zur NRW-Flugaffäre einer Informantin ein Erfolgshonorar zugesichert zu haben, wenn er und sein Amtsvorgänger, der heutige deutsche Bundespräsident Johannes Rau, aufgrund der Informationen "geschasst" würden. Clement berief sich demnach auf Aussagen eines Zeugen im Untersuchungsausschuss zu der Affäre. (APA)