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Foto: APA/EPA/dpa/Roland Weihrauch
Düsseldorf - Nach mehreren Drohungen ist die islamkritische Skulptur "Aggression" von der Jahreswerkschau der Düsseldorfer Kunstakademie entfernt worden. Die Schweizer Kunststudentin Fleur Stoecklin habe selbst um die Entfernung ihres Werkes gebeten, bestätigte der Kanzler der Hochschule, Peter Lynen, am Montag der dpa. "Wir haben nichts zurückgenommen", sagte Lynen. Für das Werk gelte selbstverständlich die Kunst-Freiheit.

"Eine junge Künstlerin muss sich mit einem solchen zeitgenössischen Thema beschäftigten können", sagte Lynen. Die Skulptur zeigt eine Moschee, deren Minarette die Form von Raketen haben. Die Darstellung der jungen Künstlerin sei sehr zurückhaltend, sagte der Hochschulkanzler.

Drohanrufe folgtem reißerischen Pressebericht

Die Studentin und auch die Akademie hätten nach einem "reißerischen Pressebericht" dennoch mehrere Drohanrufe erhalten. Die Kunstakademie habe daraufhin die Polizei eingeschaltet und eigene Sicherheitsvorkehrungen getroffen, sagte Lynen.

Die Jahreswerkschau, der "Akademie-Rundgang", war in den vergangenen vier Tagen von 30.000 Menschen besucht worden. "Es ist nichts passiert", sagte Lynen. Eine Kommilitonin der jungen Künstlerin berichtete, Stoecklin habe das Werk aus Angst um ihre persönliche Sicherheit zurückgezogen. Unweit der Akademie hatten am Samstag 2.200 Muslime friedlich gegen die Verbreitung der Mohammed-Karikaturen demonstriert. (APA/dpa)