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Der Stiftungsrat ist das oberste Aufsichtsgremium des ORF und hat 35 Mitglieder. Er bestellt alle fünf Jahre die ORF-Spitze, genehmigt Finanz- und Stellenpläne, weitere wesentliche Unternehmens­entscheidungen, beschließt Erhöhungen der ORF-Gebühren und jedes Jahr die Bilanz. Offiziell "entparteipolitisiert", dürfen die Mitglieder keine Politiker oder nicht für eine Partei tätig sein. Nach wie vor aber sind "Freundeskreise" üblich und die Mitglieder den Parteien zuzuordnen. Die Funktionsperiode dauert vier Jahre, gerechnet vom ersten Tag des Zusammentretens.

Foto: APA/Pfarrhofer

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Von der Bundesregierung entsandte Stiftungsräte:

Kurt Bergmann
Der neue ÖVP-Fraktionsführer im Stiftungsrat. Die Karriere des 70-Jährigen pendelte zwischen VP und ORF, wo er etwa Landesintendant und Generalsekretär unter Gerd Bacher war. Entsandt von der Bundesregierung, weil er in der Direktwahl von ORF-Publikumsräten scheiterte.

Foto: APA/ORF/MILENKO BADZIC

Christian Domany (ÖVP)

Vorstand des Flughafens Schwechat, davor Generalsekretär der Wirtschaftskammer. Vorsitzender des Finanzausschusses des ORF-Stiftungsrats.

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Huberta Gheneff-Fürst (BZÖ)

Die Rechtsanwältin entwickelt sich mit ihrem Regierungsmandat im Stiftungsrat einmal mehr zur Multimediaveranstaltung: Gheneff vertritt "Krone"-Boss Hans Dichand vor Schweizer Schiedsgerichten gegen die WAZ, ihre Kanzlei ORF-Chefredakteur Walter Seledec.

Foto: http://www.law-in-austria.at/ghe

Janet Kath (BZÖ)

Interio-Chefin, Frau des Ex-Billa-Bosses Veit Schalle. Zweite Amtszeit als Stiftungsrätin der Regierung.

Foto: DER STANDARD/Regine Hendrich

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Walter Meischberger (BZÖ)

Ehemaliger FPÖ-Politiker und ORF-Kurator der Freiheitlichen. Bekannte ordnen ihn heute "von der Interessenslage her in der Mitte zwischen VP und Kärnten" ein. Laut BZÖ aber auf dessen "Ticket" unter den Stiftungsräten der Regierung.

Foto: APA/PFARRHOFER Herbert

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Helga Rabl-Stadler (ÖVP)

Helga Rabl-Stadler ist Präsidentin der Salzburger Festspiele und Tochter des längstdienenden ORF-Generals Gerd Bacher. Der Herr Papa ist Fan von Werner Mück und ließ oft schon unverblümt durchklingen, dass er wenig von einer Wiederwahl Monika Lindners hält.

Foto: REUTERS/JACQUELINE GODANY

Gerd Seeber (BZÖ)

Rechtsanwalt in Kärnten, Art Fraktionsführer der Orangen im Stiftungsrat. Beteiligt an dem Kärntner Projekt Flying Chocolate GmbH. Unternehmensgegenstand: Schokolade aus Kamelmilch für den arabischen Raum.

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Anne-Marie Sigmund (ÖVP)

Präsidentin des Wirtschafts- und Sozialausschusses der EU. Neu im Stiftungsrat.

Foto: THOMAS SCHMIDT

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Fritz Smoly (ÖVP)

Generalsekretär der bürgerlichen Sportunion. Langjährige Erfahrung in ORF-Gremien wie dem Publikumsrat.

Foto: APA/Sportunion/Gert Winkler

Von Parlamentsparteien entsandte Stiftungsräte:

Peter Fichtenbauer (FPÖ)
Stramm rechter Rechtsanwalt in Wien und vertritt als Einziger die Strache-FPÖ im Stiftungsrat. Polterte bereits laut, dass er mit deren Behandlung im Lindner-ORF alles andere als zufrieden ist.

Foto: DER STANDARD/Corn Heribert

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Peter Koren (ÖVP)

Stellvertretender Generalsekretär der Industriellenvereinigung, war zuvor Sekretär von VP-Mediensprecher und –Klubchef Wilhelm Moltrer.

Foto: APA/Andi Bruckner

Karl Krammer (SPÖ)

Fraktionschef der Sozialdemokraten im Stiftungsrat. Telekom- und Politikberater, früher Kabinettchef von Kanzler Franz Vranitzky.

Foto: DER STANDARD/Rudolf Semotan

Michael Pilz (SPÖ)

Rechtsanwalt in Wien.

Foto: ORF

Pius Strobl (Grüne)

Machtbewusster Stiftungsrat der Grünen und einer der besten ORF-Kenner.

Foto: DER STANDARD/Corn Heribert

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Thomas Uher (ÖVP)

Chef der Bundesforste, im Stiftungsrat auf einem Parteimandat der ÖVP.

Foto: APA/ROBERT JAEGER

Von den Bundesländern entsandte Stiftungsräte:

Andreas Braun (ÖVP)
Der Geschäftsführer der Swarovski Kristallwelten verweigerte bei der Generalswahl 2001 als einziger schwarzer Stiftungsrat Lindner seine Stimme. Das konnten Beobachter freilich auf Verbindungen zum damaligen General Gerhard Weis zurückführen, der diesmal sicher nicht antritt. In der laufenden ORF-Debatte übte der Tiroler Kritik am - ebenfalls schwarzen - Zentralbetriebsratsobmann Heinz Fiedler.

Foto: DER STANDARD/Corn Heribert

Margit Hauft (ÖVP)

Die Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung Österreichs vertritt weitere vier Jahre Oberösterreich im Stiftungsrat.

Foto: ORF

Alberich Klinger (ÖVP)

Verbringt seine zweite Saison im ORF-Stiftungsrat, wo der Geschäftsführer der Landesakademie St. Pölten das Land Niederösterreich vertritt. War früher VP-Bildungsreferent und organisierte das VP-Programm "Modell Niederösterreich".

Foto: ORF

Brigitte Kulovits-Rupp (SPÖ)

Pressesprecherin der Arbeiterkammer Burgenland. Vorsitzende des Programmausschusses des Stiftungsrates, war für "Ohne Maulkorb" und das Landesstudio Burgenland tätig.

Foto: ORF

Edelbert Meusburger (ÖVP)

Der hohe Finanzbeamte Vorarlbergs und entsprechend penible Nachfrager bei ORF-Bilanzen vertritt sein Bundesland neuerlich auf dem Küniglberg.

Foto: ORF

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Klaus Pekarek (BZÖ)

Vorstandschef der Raiffeisen Landesbank Kärnten. Soll laut Regierung wieder dem Stiftungsrat vorstehen. Stimmte zuletzt gegen die Blau/Orange Fraktion im Stiftungsrat mit der ÖVP für den neuen, teureren Modus für die Wahl der Publikumsräte.

Foto: APA/GINDL Barbara

Klaus Stadler (SPÖ)

Aufsichtsratschef der Wiener Städtischen Versicherung, ehemaliger General der Wiener Holding. Vertritt die Bundeshauptstadt auf dem Küniglberg, jedenfalls so lange der ehemalige ORF-General Gerhard Weis nicht in den Stiftungsrat einziehen will.

Foto: Wiener Holding

Alois Sundl (SPÖ)

Generaldirektor der Merkur-Versicherung, vertritt die Steiermark neu im Stiftungsrat.

Foto: Merkur Versicherung

Wolfgang Wörter (SPÖ)

Ehemaliger Pressesprecher der heutigen Salzburger Landeshauptfrau Gabi Burgstaller. Hat inzwischen eine PR-Agentur. Vertritt dieses Bundesland neu im Stiftungsrat.

Foto: Christian Salic

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Vertreter des Zentralbetriebsrats:

Heinz Fiedler (ÖVP)
Schwarze Eminenz auf dem Küniglberg. Seit den Sechzigern im ORF, lange Betriebsratskarriere, mächtiger Vorsitzender des Zentralbetriebsrates, inzwischen mangels bürgerlicher Mehrheit dank roter Technikbetriebsräte. Lautstark bekennender Lindner-Fan.

Foto: APA/ROLAND SCHLAGER

Rudolf Füllsack (SPÖ)

Roter Technikbetriebsrat, von seinem schwarzen Koalitionspartner Fiedler umworben für gemeinsames Stimmverhalten der fünf Betriebsräte bei der Generalswahl. Wer den ORF aus seinem maroden Zentrum Küniglberg absiedeln will, bekommt seine Stimme nicht.

Foto: ORF

Michael Götzhaber (SPÖ)

Siehe Füllsack, ebenfalls roter Betriebsrat.

Foto: ORF

Gottfried Graf

Vom Zentralbetriebsrat des ORF in den Stiftungsrat entsandter, unabhängiger Belegschaftsvertreter.

Foto: ORF

Roland Schmidl (ÖVP)

Ebenfalls vom Zentralbetriebsrat in den Stiftungsrat delegiert. Erlitt zuletzt bei Betriebsratswahlen in seinem Bereich TV eine schwere Niederlage.

Foto: ORF

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Vom Publikumsrat entsandte Stiftungsräte:

Stefanie Graf-Zitny (SPÖ)
Ehemalige Spitzenläuferin, derzeit junge Mutter. Kam über Faxwahl und Publikumsrat in den Stiftungsrat.

Foto: APA/ARTINGER Guenter

Franz Küberl

Der Caritas-Chef gilt als unabhängiger Stiftungsrat. Hat Monika Lindner 2001 nicht gewählt, schließt das aber für kommenden August nicht aus. Lobte zuletzt lautstark das gute Arbeitsverhältnis mit ihr. Vertritt die katholische Kirche im Publikums- und Stiftungsrat.

Foto: DER STANDARD/Cremer

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Leopold März (ÖVP)

War Rektor der Wiener Uni für Bodenkultur. Bis 2001 Vorsitzender des ORF-Kuratoriums, dem Vorgänger des Stiftungsrates. Könnte dafür wieder vorgeschlagen werden, auch wenn sich VP und BZÖ auf eine zweite Amtszeit Klaus Pekareks geeinigt haben. Kommt aus dem Publikumsrat.

Foto: APA/ULRICH SCHNARR

Franz Medwenitsch (ÖVP)

Vertritt den Kunst-Sektor, hat ebenfalls die VP-Mehrheit im Publikumsrat in den Stiftungsrat gewählt. Geschäftsführer des Verbandes der österreichischen Musikwirtschaft (IFPI), war zwischendurch Hauptabteilungsleiter für Produktions- und Auslandswirtschaft des ORF.

Foto: DER STANDARD/Regine Hendrich

Siegfried Meryn (SPÖ)

Die VP-Mehrheit im Publikumsrat schickte den Promiarzt in den Stiftungsrat und nicht den beim Publikum stimmenstärksten Arbeiterkämmerer Harald Glatz. Das kostet Meryn seine wöchentlichen Auftritte in "Willkommen Österreich".

Foto: DER STANDARD/Regine Hendrich

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Fritz Muliar (SPÖ)

Schauspieler, bei der Wahl der Publikumsräte zum zweiten Mal ganz vorne mit dabei. Tat sich zuletzt mit Kraftausdrücken gegen den blauen ORF-Chefredakteur Walter Seledec hervor. Die beiden haben sich mittlerweile verglichen.

Foto: APA/ARTINGER Guenter