Graz/Wien - In der Steiermark gibt es einen fünften Verdachtsfall von Vogelgrippe. Erstmals handelt es sich dabei nicht um einen Schwan, sondern um eine Moschus-Ente und erstmals stammt das Tier nicht aus dem Stausee Mellach südlich von Graz, sondern aus dem Raum Hartberg. Das Gesundheitsministerium teilte am Abend in einer Aussendung mit, dass bei der Moschus-Ente vom AGES-Labor in Mödling das für den Menschen gefährliche Vogelgrippevirus H5N1 nachgewiesen wurde.

Diese Wildvögel haben ihre Raststätten in der Feistritzklamm, einem frei zugänglichen Gebiet, das im Areal der Schlossanlage Herberstein liegt. Von der Bezirkshauptmannschaft Hartberg waren insgesamt drei Proben von toten Moschus-Enten zur Untersuchung an die AGES gesendet worden. Bis jetzt liege bei einem der drei Tiere ein positives Ergebnis vor, die Untersuchungen an den beiden anderen Tieren habe bis dato kein eindeutiges Ergebnis ergeben, ein solches werde für Montag erwartet, hieß es in der Aussendung.

Das Ministerium betonte, dass alle notwendigen Maßnahmen durch die Veterinärbehörde getroffen worden seien. Die Schutz- und Überwachungszonen würden durch Ministerin Maria Rauch-Kallat (V) sofort per Verordnung festgelegt, und seien ab Mitternacht in Kraft. (APA)