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Foto: APA/EPA/EPA/Ulrich Perrey
Früher war Fliegen ein Kindheitstraum, heute ist es Fliegen mit ständiger Internetverbindung. Die Zahl der Airlines, die den Internetdienst Connexion des Flugzeugherstellers Boeing anbieten, wächst: Täglich heben 170 Langstreckenflüge mit Internet an Bord ab, ab Sommer 2006 zählt auch Austrian Airlines (AUA) zum Klub der zwölf Fluglinien mit dem Angebot - darunter seit Kurzem auch Air China, aber keine einzige US-Airline, bei denen nach dem 9/ 11-Schock der Rotstift regiert.

Verbesserungen

Vorerst wird Austrian ihre Boeing 777 nach Australien aufrüsten, zusammen mit der überfälligen Verbesserung der Businesssitze, die 767-Flotte für Destinationen nach USA und Asien soll folgen. Dabei wird das gesamte Flugzeug in einen Wi-Fi-Hotspot (Wireless LAN) verwandelt, in dem man sich sowohl in Business als auch Economy mittels Wi-Fi-tauglichem Notebook oder Organizer einloggen kann. Für die Internetanbindung zum Satelliten sorgt eine Antenne am Flugzeugrücken.

Telefonieren an Bord

Der vom STANDARD wiederholt erprobte Dienst bietet Breitbandinternet, ist also auch für große Datenmengen geeignet. Das öffnet eine Hintertür für Telefonieren an Bord, das sich auf Basis von Handytechnologie derzeit erst im Entwicklungsstadium befindet: Mithilfe von Skype kann man über den Computer auch Telefongespräche führen. Dank Breitband ist seit Jänner auch Live-TV via Notebook im Angebot, vorwiegend internationale Nachrichtensender wie BBC und CNN.

"Ein Teil unseres Lebens"

Weil "Internet immer mehr ein Teil unseres Lebens ist" beeinflusst die Verfügbarkeit immer häufiger die Wahl von Flügen, weiß Connexion-Präsidentin Laurette Koellner aus Kundenbefragungen: Für ein Drittel derer, die Internet an Bord bereits kennen lernten, war es bereits "entscheidend", künftig wollen fast 50 Prozent bei der Airline-Wahl darauf Rücksicht nehmen. Gebucht werden können eine, zwei, drei oder 24 Stunden (27 Dollar, 23 Euro), die man auch bei einem Anschlussflug aufgebrauchen kann.

Anwender werden künftig nicht nur Passagiere, sondern auch die Airlines selbst sein, sagt Koellner. Nebst Informationen für die Crew oder Wartungsnotwendigkeiten für den Flieger will Lufthansa demnächst Telemedizin erproben - für Passagiere, die an Bord krank werden. (spu/DER STANDARD, Printausgabe vom 18.2.2006)