London - Der britische Sender BBC stellt nach 62 Jahren seine Rundfunk-Sondersendungen für die rund 2.400 Bewohner der zu Großbritannien gehörenden Falklandinseln ein. Das Programm "Calling the Falklands" galt den Bewohnern der 1982 während des Krieges um die auch von Argentinien beanspruchte Inselgruppe als wichtige moralische Unterstützung aus der Heimat.

Die BBC erklärte am Freitag, die 1944 begonnenen Falkland-Sendungen seien mittlerweile ein "Anachronismus". In Medienberichten hieß es, sie würden Sparmaßnahmen zum Opfer fallen, was die BBC allerdings nicht bestätigte. Der Sender kündigte an, den Bewohnern der Inselgruppe im südlichen Atlantik, die geographisch zu Südamerika gehört und 600-800 Kilometer östlich von Argentinien liegt, bei der Entwicklung eines eigenen Radioprogramms zu helfen.

Die Besetzung der Inseln durch Argentinien am 2. April 1982 hatte wenig später zum Krieg geführt. Großbritanniens Premierministerin Margaret Thatcher schickte Marinetruppen, die das Überseeterritorium in kurzen, aber blutigen Kämpfen für das Königreich zurück eroberten. (APA/dpa)