Potsdam - Die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (AsF) hat sich für eine Beibehaltung der Wehrpflicht in der Bundesrepublik Deutschland ausgesprochen. Dies entschieden rund 300 Delegierte am Sonntag beim AsF- Bundeskongress in Potsdam nach kontroverser Debatte. Ein Antrag des Landesverbandes Rheinland-Pfalz zur Aussetzung der Wehrpflicht wurde mehrheitlich abgelehnt. Die Antragskommission hatte zuvor für die Annahme dieses Antrags plädiert. Die deutsche Bundeswehr sollte sich vor dem Hintergrund des Urteils des Europäischen Gerichtshofes zur Gleichbehandlung von Frauen beim Dienst an der Waffe in allen Laufbahnen und Berufsfeldern öffnen, hieß es im mehrheitlich angenommenen Antrag. Geschlechtsspezifische Ausschlussgründe für bestimmte Waffengattungen oder Einsatzformen seien nicht akzeptabel. Die AsF berät im Rahmen ihres dreitägigen Kongresses, der am Freitag begann, über "Jahrhundertreformen im Jahrhundert der Frau". Am Vormittag wurde SPD-Generalsekretär Franz Müntefering zu einer Diskussion über die Parteireform erwartet. (APA/dpa)