Wahljahr ist. Und was würde der kleine Maxi da erwarten, wenn die österreichischen Sportler viele Olympiamedaillen gewinnen. Na klar: Dass die Regierung sagt, dass das nur unter ihrer Ägide möglich war oder so ähnlich. Tatsächlich war es dann ein bisschen subtiler. "Immer wieder, immer wieder Österreich" haben da Gorbach und Schüssel den Sportlern gratuliert – im Namen der Regierung. Natürlich um Steuergeld. Da hätten sie eigentlich so freundlich sein können, wenigstens in unser aller Namen zu gratulieren, wenn wir’s schon zahlen. Aber es ist Wahljahr und da kann man sich die Chance nicht entgehen lassen, die Regierung und die Herren Gorbach und Schüssel ein bisserl in die Nähe des goldenen Glanzes zu rücken. Vielleicht fällt etwas ab. Ein vergleichsweise recht transparenter Vorgang.

In manchen Zeitungen vom 27. Februar 2006 findet sich eine Todesanzeige eines jung an Krebs verstorbenen Managers der ÖBB-Infrastruktur Bau AG. Aufsichtsrat, Vorstand und Mitarbeiter dieses Unternehmens geben in der Anzeige zum Tod des DI T. T. am 18. Februar 2006 bekannt, dass er "als wichtiger Vordenker für den ÖBB-Konzern, charismatischer Manager und Mann der Tat durch seinen herausragenden Einsatz einen entscheidenden Beitrag für die Weiterentwicklung des Unternehmens geleistet" hat. Dasselbe Unternehmen hat es andererseits notwendig gefunden, die Funktion, die T. T. innehatte, am 18. Februar 2006 neu auszuschreiben. Der mittlerweile Verstorbene hat dieses Inserat gerade noch gesehen, bevor er gestorben ist. Fehlt nur noch die Tatsache, dass diese Ausschreibung ohne Befassung des Aufsichtsrates erfolgt ist.

Das eine eine relativ durchsichtige Strategie der Regierenden, das andere weniger durchsichtig aber von einer gewissen Kälte, um nicht zu sagen Brutalität. Die ist nicht einmal in börsennotierten Privatunternehmen nötig.