Wien - Das Verfahren um Gustav Klimts Bildnis der "Amalie Zuckerkandl" steht vor der Urteilsfindung. Am Dienstag tagte das Schiedsgericht zum letzten Mal, ein Urteil erwartet Alfred Noll, Anwalt einer der Streitparteien, der Familie Müller Hofmann, "in sechs Wochen". Die Sitzung dauerte nach Nolls Angaben sieben Stunden. "Das inhaltliche Verfahren ist beendet", so Noll. In der Folge müsse das Tonbandprotokoll transkribiert werden, wofür der Anwalt "zwei bis drei Wochen" veranschlagt. "Noch einmal den gleichen Zeitraum" brauche es dann nach Einschätzung Nolls für die Urteilsfindung.

Neben den Erben nach Ferdinand Bloch-Bauer, in deren Sinne kürzlich das Schiedsgericht bei fünf Klimt-Bildern aus der Österreichischen Galerie entschieden hatte, beansprucht auch die Erbengruppe Müller Hofmann das Porträt, das seit 1988 im Eigentum der Österreichischen Galerie Belvedere steht. "Ich erwarte mir sehr wohl, dass meine Mandanten, die Erben Amalie Zuckerkandls, das Bild bekommen", sagte Noll. (APA)