Europaweit nahmen im Jahr 2005 4.500 Jugendliche am EU-Programm des Europäischen Freiwilligendienstes teil, 115 davon waren ÖsterreicherInnen, in Österreich kamen 95 Jugendliche in Sozial-, Kultur- oder Umwelt-Projekten zum Einsatz. Die Jugendlichen kamen hauptsächlich aus Frankreich, der Tschechischen Republik, Deutschland bzw. Griechenland. Österreichische Jugendliche wiederum bevorzugen Länder wie Großbritannien, Spanien und Italien, sowie Finland für ihren Auslandsaufenthalt.

Nicht allen Bewerbungen wird auch tatsächlich stattgegeben, weil es meist mehr Bewerbungen als Plätze gibt. Auch ist die finanzielle Zukunft des Europäischen Freiwilligenjahr noch ungewiss. Gerüchte über Kürzungen im neuen Budget halten sich hartnäckig.

Kosten werden übernommen

Die Programmteilnahme ist für die Jugendlichen kostenlos. Es werden folgende Leistungen von den verschiedenen Partnern übernommen:

  • Hin- und Zurückreise zum Gastland (von der EU wird die billigste Reisemöglichkeit übernommen)
  • Unterkunft und Verpflegung: wird von der Aufnahmeorganisation übernommen.
  • Taschengeld: in Österreich 175 Euro pro Monat, dem Niveau der jeweiligen Länder angepassst
  • Sprachkurs
  • Lokale Transportkosten
  • Kranken- Haftpflicht- und Unfallversicherung

    Außerdem erhalten die Jugendlichen eine Vorbereitung im Heimatland (mehrtägiges Seminar), und im Einsatzland. Der EFD ist für alle zwischen 18 und 25 offen, primär aber für Jugendliche gedacht, die aus finanziellen Gründen keine andere Austauschprogramme machen können (50 Prozent der Plätze in Österreich sind für Jugendlichen mit einer Benachteiligung reserviert).

    Seit 1998 arbeiten der Verein "Grenzenlos" als koordinierende Organisation für den EFD in Wien, schwerpunktmäßig an den Austausch von Jugendlichen mit Behinderungen, mit sozial benachteiligten Jugendlichen und mit der Region Ost- und Südosteuropa.