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Zu den gefährdeten Projekten gehören auch Investitionen von Zulieferfirmen für das in der nordslowakischen Stadt Zilina entstehende große Automobilwerk des südkoreanischen Konzerns Kia.

Foto: APA/EPA/Hudcovic
Preßburg - Die seit Anfang Februar anhaltende Regierungskrise bremst ausländische Investitionen in der Slowakei. Sogar bereits vereinbarte Firmen-Ansiedlungen seien gefährdet, warnt die Tageszeitung "Hospodarske Noviny" (HN) in ihrer Donnerstagausgabe. Die Regierung hatte auf Druck der Opposition ein absolutes Privatisierungsverbot bis zur vorgezogenen Parlamentswahl am 17. Juni verfügt. Betroffen davon sind unter anderem auch Grundstücksverkäufe von Staat, Gemeinden und Regionalverwaltungen an Privatfirmen.

Laut HN sind viele ausländische Investoren verunsichert. Gemeinden klagen demnach, dass sich Investoren weigern, mit dem bereits vereinbarten Bau von Fabriken zu beginnen. Laut der Zeitung seien sechs Projekte mit einem Investitionsvolumen von rund 13 bis 14 Mrd. Kronen (bis zu 373 Mio. Euro) betroffen, für die sich der Baubeginn zumindest verzögere.

Nicht auszuschließen ist laut HN, dass sich ein Teil der verunsicherten Investoren noch für Standorte in anderen Ländern entscheide. Zu den gefährdeten Projekten gehören auch Investitionen von Zulieferfirmen für das in der nordslowakischen Stadt Zilina entstehende große Automobilwerk des südkoreanischen Konzerns Kia. (APA)