Die Schiedsinstanz wurde im Oktober 2001 eingerichtet und hat mittlerweile 18 Mitarbeiter, rund die Hälfte davon Historiker. Einmal im Monat – das nächste Mal Mitte April – werden etwa zwei der derzeit rund 90 Fälle vom Dreier-Gremium (bestehend aus dem Wiener Handelsrechtler Josef Aicher, dem früheren Botschafter Erich Kussbach und dem Wiener Völkerrechtsprofessor August Reinisch) behandelt. Dabei wird der Fall abgewiesen (bei Nichtzuständigkeit), abgelehnt oder eine Restitutionsempfehlung an den derzeitigen Eigentümer (Bund, Stadt Wien) gegeben. Arbeit gibt es genug: Die Antragsfrist wurde jüngst bis Ende 2006 verlängert. (tó/ DER STANDARD, Printausgabe, 23.03.2006)