Frankfurt - Der weltgrößte Hersteller von CD- und DVD-Produktionsmaschinen, die deutsche Firma Singulus, hat im abgelaufenen Jahr einen deutlichen Gewinneinbruch verzeichnet und die Erwartungen von Analysten verfehlt.

Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) ging auf 2,1 Millionen von 72,6 Millionen Euro im Vorjahr zurück, wie Singulus am Freitag in Kahl am Main mitteilte. Analysten hatten mit einem deutlich höheren Ergebnis von 9,4 Millionen Euro gerechnet. Der Jahresüberschuss fiel auf 7,3 Millionen von 46,8 Millionen Euro. Die Auflösung einer Steuerrückstellung habe positiv zum Nettogewinn beigetragen.

Schwache Nachfrage aus Asien

Im vergangenen Jahr setzte dem nordbayrischen Unternehmen die schwache Nachfrage nach DVD- und CD-Anlagen besonders aus Asien zu. Der Umsatz brach auf 244,4 (Vorjahr: 439,5) Millionen Euro ein. Rund die Hälfte des Umsatzes erwirtschaftete Singulus in Europa. Hoffnungen für 2006 macht dem Konzern der um 75 Prozent gestiegene Auftragseingang im Schlussquartal 2005.

Beim Ausblick für das laufende Jahr blieb Singulus allerdings vage. Zwar sei mit weiteren Aufträgen im Bereich der neuen DVD-Technologie Blu-Ray zu rechnen, die mit höherer Datenkapazität schärfere Bilder liefern soll als die heutigen Standards. Die Rückkehr zu Wachstum werde aber davon abhängen, wie schnell die neuen Standards in die Haushalte Einzug finden. Mittelfristig wolle sich das im Technologiewerteindex TecDax gelistete Unternehmen breiter aufstellen und mehr Produkte anbieten.

Singulus hatte kürzlich seinen Konkurrenten Steag Hamatech übernommen und will damit seine Position vor der Einführung einer neuen DVD-Generation stärken. (APA/Reuters)