Seit März werden Dot.com-Aktien so verkauft, wie sie zuvor gekauft wurden. Das hat die wichtigsten Wachstumsbörsen, die Nasdaq und den Neuen Markt in Frankfurt bis jetzt fast 40 Prozent von ihren Höchstständen hinuntergebracht. Dass der Boden für den stufenweisen Crash schon erreicht ist, und die Trendwende nach oben schon bevorsteht, verkündet derzeit kein internationales Investmenthaus. Entsprechend angstvoll wird derzeit mit Neuemissionen im Technologiebereich umgegangen. Einige geplante Börsegänge bleiben in der Pipeline: Das Internetunternehmen LetsBuyIt.com NV, Amsterdam, beispielsweise, verschiebt seinen Börsegang an den Frankfurter Neuen Markt. Angesichts des gegenwärtigen Marktumfelds sehe man keine Möglichkeit, eine faire Bewertung für das Unternehmen am Markt zu erzielen, hieß es am Donnerstag. Preis: 16 bis 22 EURO Anders die Situation in Wien: Der Börsegang des steirischen Computerspielerzeugers JoWooD werde nicht verschoben, sagt CA-IB-Investmentbank-Vorstand Franz Kubik auf Anfrage des STANDARD. Das B-Segment (specialist market) der Wiener Börse erwartet damit ein Neuvolumen von etwa 25 Mio. Euro (344 Mio. S). Am 30. Mai soll der Startschuss zur Zeichnungsfrist fallen, der Emissionspreis dürfte Marktgerüchten zufolge zwischen 16 und 22 Euro liegen. Noch im Juni wird dem Vernehmen nach auch die Kapitalerhöhung beim alternativen Telefon-Anbieter CyberTron über die Bühne gehen. Je nach Kursentwicklung werden zwischen zwei und vier Millionen neuer Aktien erwartet. Derzeit notiert CyberTron (nach Ausgabe von je zwei Gratisaktien) im B-Segment auf rund 30 Euro. (kbau)