Wien - Die Jugendarbeitslosigkeit ist im März im Jahresvergleich um 3,0 Prozent oder um 1.235 auf 40.593 Jobsuchende gesunken. Sowohl bei den 19-Jährigen ist die Arbeitslosigkeit mit -5,5 Prozent (-516 auf 8.919) als auch bei den 20- bis 24-Jährigen (-2,2 Prozent bzw. -719 auf 31.674) zurückgegangen.

Die Jugendarbeitslosenquote (15 bis 24 Jahre) nach Eurostat lag mit 10,0 Prozent (Februar 2006) nach wie vor deutlich unter dem europäischen Durchschnitt (EU-25 im Jänner 2006) von 18,2 Prozent. Österreich liegt damit nach den Niederlanden, Dänemark und Irland weiterhin an vierter Stelle in Europa.

Plus bei Lehrstellensuchenden

Der Anstieg der Lehrstellensuchenden lag Ende März 2006 bei plus 78 (+1,7 Prozent auf 4.777). Bei den gemeldeten offenen Lehrstellen ist mit plus 800 bzw. plus 30,8 Prozent auf 3.400 eine deutliche Zunahme zu verzeichnen.

Die Arbeitslosigkeit der über 49-Jährigen ist mit 52.109 im Vergleich zum März 2005 geringfügig angestiegen (+285; +0,5 Prozent). Die Arbeitslosigkeit ist sowohl in der Altersgruppe der 50- bis 54-Jährigen (+322 oder +1,2 Prozent) als auch bei den 55- bis 59-Jährigen (+703 oder +3,5 Prozent) gestiegen. Rückgängig ist weiterhin die Arbeitslosigkeit bei den über 59-Jährigen (-740 bzw. -14,2 Prozent).

Leichte Entspannung in der Baubranche

Rückläufig ist die Arbeitslosigkeit vor allem im Sachgüterbereich (-2.060; -4,5 Prozent), im Bau (-1.028; -1,8 Prozent) und im Handel (-1.299; -2,9 Prozent) und bei den sonstigen Dienstleistungen (-411; -2,9 Prozent). Im Fremdenverkehr stieg die Arbeitslosigkeit um 2.323 Personen oder um 7,2 Prozent. Bei den unternehmensbezogenen Dienstleistungen betrug der Zuwachs plus 1.242 oder plus 5,9 Prozent, im Gesundheits- und Sozialwesen plus 439 Personen oder plus 6,2 Prozent, in der Land- und Forstwirtschaft stieg die Arbeitslosigkeit um 439 Betroffene (+9,1 Prozent) und im Bereich Verkehr und Nachrichten um 308 Personen (+2,6 Prozent).

Nach Ausbildung war Ende März 2006 bei den vorgemerkten Arbeitslosen mit höherer Schulbildung (-3,7 Prozent; -715), mit akademischer Ausbildung (-3,9 Prozent; -347), mit Lehrausbildung (-0,3 Prozent ; -314) sowie mit Pflichtschulabschluss (-0,9 Prozent; -986) ein Rückgang zu verzeichnen. Das Arbeitslosigkeitsrisiko von Personen ohne abgeschlossene Schulausbildung liegt deutlich über dem österreichweiten Durchschnitt (+11,9 Prozent; +1.561) und steigt weiter an. Anteilsmäßig entfallen rund 84 Prozent des Bestandes aller Arbeitslosen auf Personen ohne abgeschlossene Schule sowie Personen mit Pflichtschulabschluss oder Lehrabschluss. (APA)