Wien - Bei jedem dritten Österreicher ist wegen der Affären bei BAWAG und Hypo Alpe Adria das Vertrauen in Banken gesunken. Bei zwei Drittel der Bevölkerung haben die jüngsten Skandale jedoch zu keinem Vertrauensverlust geführt, geht aus dem jüngsten Infoscreen-Monitor hervor. Freilich sind 13 Prozent um die Sicherheit der Spareinlagen besorgt, darunter besonders ältere Menschen.

Laut den Montag dieser Woche von OGM für Infoscreen durchgeführten Telefoninterviews ist auf Grund der aktuellen Banken-Skandale bei 33 Prozent der Österreicher das Vertrauen in Geldinstitute gesunken. 64 Prozent gaben an, dass ihr Vertrauen nicht gelitten hat.

Vorübergehende Vertrauenskrise

Die Österreicher würden die derzeitige Situation rund um die BAWAG und die Hypo Alpe Adria "entspannt" sehen, meinte OGM-Experte Peter Hajek heute, Mittwoch. Sollte sich herausstellen, dass die missglückten Finanzspekulationen für die kleinen Sparer keine Auswirkungen haben, "wird sich auch die derzeitige Vertrauenskrise als vorübergehendes Phänomen herausstellen", so Hajek.

Kaum Sorgen würden sich Herr und Frau Österreicher um ihre Spareinlagen machen, erklärte Infoscreen am Mittwoch weiter. Eine deutliche Mehrheit von 87 Prozent hält die Einlagen laut dem Monitor nach wie vor für sicher. Unter jenen 13 Prozent, die Angst um ihr Erspartes haben, sind laut Hajek besonders viele ältere Menschen. (APA)