Genf - Mehr als 30.000 Flüchtlinge aus Eritrea sind bisher vom UNO-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) im Sudan registriert worden. Es handle sich vorwiegend um Frauen und Kinder, teilte das UNHCR am Montag in Genf mit. Die letzte Gruppe, die im Osten in Kassala eingetroffen sei, bestehe aus 630 Personen, teilte das UNHCR mit. Einige der Flüchtlinge hätte einen dreitägigen Fußmarsch unter mörderischer Hitze hinter sich. Die Flüchtlinge seien nach eigenen Angaben vor der äthiopischen Armee geflohen. Das UNHCR stellte 1,4 Mill. Dollar (1,57 Mill. Euro/21,5 Mill. S) aus seinem Nothilfefonds zur Verfügung und forderte zusätzliche 800.000 Dollar. Die UNO-Organisation lieferte bisher mehr als 1700 Zelte für die eritreeischen Flüchtlinge im Sudan. Im Jemen seien 350 weitere Flüchtlinge aus Eritrea eingetroffen. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) lieferte seinerseits unter anderem Trinkwasser, Treibstoff und Seife für die Flüchtlinge aus Eritrea im Sudan. Äthiopien hat im Mai wegen eines ungelösten Grenzstreits eine militärische Offensive gegen seinen kleineren Nachbarn gestartet. Seitdem sind hunderttausende Menschen auf der Flucht. (APA)