Wien - Bundespräsident Heinz Fischer hat sich für ein Fairnessabkommen im bevorstehenden Nationalratswahlkampf ausgesprochen. In einem Interview mit der Info-Illustrierten "News" erklärte er, von einem derartigen Abkommen dürfe man sich "keine Wunder erwarten, es kann aber nützen und sicher nicht schaden." Grundsätzlich meinte der Präsident, in der Wahlauseinandersetzung müsse es Grenzen geben. Eine wichtige Rolle bei der Beurteilung des Wahlkampfes hätten die Wähler: "Sie können kleinere und größere Fouls so ahnden, dass das einer Partei so wehtut wie einer Fußballmannschaft eine rote Karte: durch Vertrauensentzug. Wenn übermäßige Härte und Untergriffe vom Wähler bestraft werden, hat das sicher einen pädagogischen Effekt. Nichts gegen inhaltliche Zuspitzung, aber alles, was unter die Gürtellinie zielt, was brutal ist, tut unserem Land nicht gut. Denn es gibt auch einen Tag nach der Wahl", sagte Fischer wörtlich. (APA)