Ein Pariser Handelsgericht hat es dem Telekommunikationskonzern France Telecom am Dienstag vorläufig untersagt, die neuen WAP-Handys (Wireless Access Portal) zu verkaufen, die einen Zugang zum Internet ermöglichen. In einer Notverfügung ordnen die Richter an, die Telefone vom 13. Juni bis zum 30. September 2000 aus dem Handel zu nehmen. Eine entsprechende Klage war von der jungen Internet-Firma Wappup.com eingebracht worden, die France Telecom vorwarf, ihren Handy-Kunden das eigene Internet-Portal auf zu zwingen. Dies stelle eine unlautere Wettbewerbsverzerrung dar, meinte die Internet-Firma. Das Gericht hat die Aufhebung des Verkaufs angeordnet, bis die französischen Kartellbehörden und die Telekommunikationsüberwachungsbehörde ART (Autorite de Regulation des Telecommunications) eine Entscheidung in der Frage trifft. France Telecom hatte mittels ihrer Mobilfunk-Filiale Itineris die WAP-Handys am vergangenen 17. Mai auf den Markt gebracht. Bis Jahresende rechnete die Gesellschaft damit, rund eine Million WAP-Abonnenten zu erobern.(APA)