Kathmandu - Führende Vertreter des nepalesischen Sieben-Parteien-Bündnisses begrüßten am Montag die königliche Entscheidung, das aufgelöste Parlament wieder einzusetzen. König Gyanendra erfüllte damit eine der wichtigsten Forderungen der Opposition. "Es ist der Sieg der Volksbewegung", sagte Arjun Narsingh KC als Chef der größten Partei im Land, des Nepalesischen Kongresses. Das Bündnis werde offiziell am Dienstag auf die Erklärung antworten. Eine für diesen Tag geplante Kundgebung werde aber wahrscheinlich verschoben, fügte der Politiker hinzu. Nepal befindet sich in einer schweren politischen Krise. Demonstranten fordern eine neue Verfassung, die die Macht von König Gyanendra begrenzen soll. In Kathmandu versammelten sich am Montag erneut tausende pro-demokratischer Demonstranten trotz einer ganztägigen Ausgangssperre zu Protesten gegen den König. Diese verliefen weitgehend friedlich. Für Dienstag hatte das Sieben-Parteien-Bündnis zu erneuten Demonstrationen aufgerufen. Zum ersten Mal seit dem Beginn der Massenproteste am 6. April sollten dabei auch die Spitzen der Oppositionsparteien die Demonstrationszüge rund um Kathmandu anführen. In den vergangenen drei Wochen sind bei den Auseinandersetzungen zwischen Polizei und pro-demokratischen Demonstranten mindestens zwölf Menschen getötet und hunderte verletzt worden. (APA/Reuters)