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Regionale Traditionen, die Authentisches wieder beleben, lassen sich besonders gut verkaufen: Heubäder, Jodelkurse und Ähnliches.

Foto: APA/Österreich Werbung/Willy Puchner
Lans – Mehr Gäste und Umsätze erwartet der Chef der Österreichwerbung (ÖW) Arthur Oberascher in der bevorstehenden Sommersaison. Allerdings geht Oberascher davon aus, dass der Trend zu immer kürzeren Urlauben anhält. Im Vorjahr sind die Ankünfte im Sommer von 15,4 auf 15,6 Mio. gestiegen, die Nächtigungen sind von 59,8 auf 59,6 Mio. zurückgegangen. Zugleich sind die Einnahmen um 6,8 Prozent auf 9,92 Mrd. Euro gestiegen. Ähnlich bei der teilweise noch nicht abgeschlossene Wintersaison: Drei bis vier Prozent Plus bei Umsätzen und Ankünften wird einem etwa dreiprozentiges Minus bei den Nächtigungen gegenüberstehen.

Den Schwerpunkten des ÖW-Sommermarketings entsprechend, fand der Auftakt zur Sommersaison im Gesundheitszentrum Lanserhof, oberhalb von Innsbruck, einem Vorreiter im Wellnesstourismus statt. Die zentralen Themen werden "Stadt & Kultur", "Wandern & Outdoor Sport" sowie "Gesundheit & Wellness" sein. Als Trends setzt die ÖW heuer auf die "Renaissance des Authentischen" (vom Heubad bis zur Volksmusik), junge und kreative Köche, die "mit Esprit und Traditionen spielen" und die Personalisierung von Dienstleistungen (vom persönlichen Wellnessbetreuer bis zum klassischen Bergführer). Als weitere Trends werden "neue Ikonen des Tourismus" forciert (Architektur, Kristallwelten, Loisium, etc.) und grenzüberschreitende Projekte.

Weil oberflächliche Events an Wirkung verlieren und die Menschen auf vertiefende Erlebnisse setzen, geht Oberascher von einem starken Trend zum Wandern aus. Dabei gehe es um eine Differenzierung der Angebote, betont der Geschäftsführer der Tirol 4. Spalte werbung Josef Margreiter und nennt neben dem klassischen Gipfelwandern auch noch "spielend Wandern" mit Kindern sowie Gesund- und Genusswandern.

Werbeträger der ÖW bleiben auch heuer die nicht überall unumstrittenen Pinguine. Beim Hauptmarkt Deutschland setzen die Touristiker auf Durchhaltestrategien und die Hoffnung auf eine nachhaltige Konjunkturerholung. Neben dem wachsenden Heimmarkt nennt Oberascher große Potenziale in Ost- und Zentraleuropa sowie im arabischen Raum mit zuletzt plus 31,5 Prozent. (hs, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 27.4.2006)