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Merkel mit Russland-Deutschen in Sibirien. Die "Nationalbolschewisten" hießen sie nicht so herzlich willkommen.

foto: reuters/TOBIAS SCHWARZ
Tomsk - Zum Abschluss des Besuchs von Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel und Russlands Präsident Wladimir Putin im sibirischen Tomsk ist es nach einem Bericht des örtlichen Fernsehens zu einem Zwischenfall gekommen. Als Merkel und Putin am Donnerstag das Gebäude ihrer Pressekonferenz verließen, hätten junge Demonstranten in Sichtweite Feuerwerkskörper gezündet und Flugblätter geworfen, berichtete der Sender TW2. Sechs Menschen seien festgenommen worden. In den nationalen russischen Medien gab es zunächst keine Bestätigung des Zwischenfalls.

Rechtsextreme Putin-Gegner

Im Internet bekannte sich den Angaben zufolge die rechtsextreme Nationalbolschewistische Partei zu der Aktion. Auch die örtliche Filiale des Inlandsgeheimdienstes FSB habe die Festnahme bestätigt, berichtete TW2. Die zumeist jugendlichen Nationalbolschewisten sind erbitterte Gegner Putins und protestieren oft mit Aufsehen erregenden Aktionen gegen ihn. (APA/dpa)