Sydney/Dili - Bei gewaltsamen Protesten entlassener Soldaten in Osttimors Hauptstadt Dili sind mindestens ein Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt worden. Zu den Ausschreitungen sei es gekommen, als die Polizei Tränengas gegen eine Menge einsetzte, die zuvor das Büro von Regierungschef Mari Alkatiri mit Steinen beworfen habe, meldete der australische Rundfunksender ABC am Freitag.

Die Demonstranten gehören zu rund 600 Soldaten der Armee Osttimors, die nach einem Streik gegen ausbleibende Beförderungen entlassen worden waren.

Osttimor wurden 2002 unabhängig und zählt zu den ärmsten Ländern Asiens. Die Bevölkerung hatte 1999 in einem UNO-Referendum mit überwältigender Mehrheit für die Loslösung von Indonesien votiert, woraufhin pro-indonesische Milizen die Inselhälfte mit einer Welle der Gewalt überzogen. Dabei starben schätzungsweise 1.000 Menschen. Bis zur Eigenständigkeit 2002 wurde Osttimor von der UNO verwaltet. (APA/dpa)