Tokio - Der japanische Reifenhersteller Bridgestone hat für das erste Quartal einen Gewinnanstieg ausgewiesen. Der operative Gewinn stieg um 7,9 Prozent auf 47,49 Mrd. Yen (331 Mio. Euro). Der Reingewinn kletterte um 4,0 Prozent auf 27,17 Mrd. Yen, während der Umsatz um 16,7 Prozent auf rund 704 Mrd. Yen (4,91 Mrd. Euro) wuchs.

Hohe Kosten für Öl und Rohstoffe

Insbesondere außerhalb Japans habe es eine kräftige Nachfrage gegeben. Auf allen großen Märkten, darunter auch in Europa, sei der Umsatz prozentual zweistellig gestiegen. Dem hätten weiter hohe Kosten für Öl und andere Rohstoffe entgegen gestanden. Brigestone konkurriert unter anderem mit dem US-Unternehmen Goodyear, der französischen Michelin und der deutschen Continental.

Für das erste Halbjahr (per Ende Juni) werde nun ein Reingewinn von 30 Mrd. Yen (rund 200 Mio. Euro) erwartet, erklärte Bridgestone. Bisher waren 33 Mrd. vorhergesagt worden. Im operativen Geschäft würden indes 77 Mrd. statt 70 Mrd. Yen erwartet.

Umsatz-Prognose

Die Umsatz-Prognose wurde auf 1,43 statt bisher 1,39 Billionen Yen angehoben. Als Grund für die veränderte Prognose nannte der Konzern unter anderem voraussichtliche außerordentliche Kosten von 170 Mio. Dollar für die eventuelle Schließung des US-Werks in Oklahoma City, von dem etwa 1.400 Mitarbeiter betroffen wären.

140 Mio. Dollar davon sollen im ersten Halbjahr verbucht werden. Das Werk macht nach Angaben des Unternehmens Verluste. Grund dafür sei der scharfe Wettbewerb mit Niedriglohn-Ländern. Mittlerweile hat Bridgestone selbst in solchen Ländern Werke errichtet, etwa in China, Brasilien, Ungarn und Mexiko. (APA/Reuters)