Salzburg - Recht zufrieden ist der zum finnischen Amer-Konzern gehörende Wintersportanbieter Atomic Austria GmbH mit Sitz in Altenmarkt im Salzburger Pongau mit seinem Start in das Jahr 2006. Im ersten Quartal konnte das Unternehmen den Umsatz um 11,2 Prozent von 21,3 Millionen Euro auf 23,7 Millionen Euro erhöhen. Das Betriebsergebnis (EBIT) lag mit minus 9,3 Millionen Euro exakt auf dem Vorjahresniveau, teilte Atomic am Dienstag in einer Aussendung mit.

Beide Kennzahlen sind ohne die Produkte unter dem Namen Asics, die seit Jahresbeginn nicht mehr durch Atomic vertrieben werden, ansonsten wäre der Umsatz um elf Prozent zurückgegangen bzw. hätte sich das Minus beim EBIT um 1,2 Millionen Euro erhöht. "Aber das Kerngeschäft von Atomic war gut, wir liegen um elf Prozent über dem Vorjahr", sagte Atomic-Chef Michael Schineis.

Auch das gute Abschneiden der Atomic-Sportler bei den Olympischen Winterspielen in Turin und im Ski-Weltcup habe sich durch ein hohes Prämienaufkommen in den Firmenzahlen niedergeschlagen, "aber das zahlen wir gerne".

Langlauf-Sektor mit guten Ergebnisen

Eher flach verlaufen sei das Geschäft in Nordamerika, der Schweiz und in Deutschland, in Österreich "normal", so der Atomic-Geschäftsführer, während es in Spanien, Italien und Japan gute Erfolge gegeben habe. Wegen des schneereichen Winters habe sich der Langlauf-Sektor gut entwickelt, auch bei den Schuhen habe es gute Ergebnisse gegeben.

Besonders erfreulich sei aber, dass "die alten Produkte restlos ausverkauft sind, wir haben die Altware verkauft, ohne große Verluste zu verzeichnen", sagte Schineis. Heuer seien die Aufträge etwas schneller eingegangen. Im Schuhbereich erwartet Atomic "einen guten Schritt nach vorne", bei den Skiern werde das Wetter im letzten Quartal entscheidend sein.

Zum Abgang des US-Skiläufers Bode Miller sagte Schineis, es sei immer schade, wenn man einen guten Athleten verliere. Atomic habe ihm den gleichen Zwei-Jahres-Vertrag wieder angeboten, der wieder sehr leistungsorientiert gewesen sei. Nach der eher durchwachsenen Saison habe Miller aber ein höheres Fixum vorgezogen. Man müsse aber darauf achten, dass alle Athleten im Team fair behandelt werden. Auch das Image Millers in den USA habe nach den diesjährigen Ergebnissen "etwas an Schaden genommen". (APA)