Madrid - Spanien steuert rund einen Monat vor Beginn der Fußball-WM in Deutschland auf einen Konflikt mit dem Weltverband FIFA zu. Die Vereine der ersten spanischen Liga entschieden am Mittwoch, trotz eines Verbots der FIFA die letzte Runde der Primera Division um eine Woche auf den 20. Mai zu verschieben. Sie begründeten ihre Entscheidung damit, dass zuvor das wegen starken Regens ausgefallene Spiel FC Sevilla gegen FC Barcelona nachgeholt werden müsse.

Die FIFA hatte entschieden, dass die wichtigsten Profi-Ligen die Saison vor dem 15. Mai abschließen müssen, damit sich die Teamspieler auf die WM vorbereiten können. Einen Antrag Spaniens auf eine Verschiebung der finalen Runde hatte die FIFA abgelehnt. Der Weltverband ordnete vielmehr an, dass die letzte Runde wie geplant am 14. Mai ausgetragen werden müsse. Das Nachholspiel könne dann anschließend am 20. Mai stattfinden, allerdings ohne den Einsatz von Nationalspielern.

Die spanischen Klubs sahen darin jedoch eine Verfälschung des Wettbewerbs. Dies gilt vor allem für Celta de Vigo, das mit Sevilla um einen Startplatz in den europäischen Wettbewerben ringt. Zudem kündigten die Vereine an, gegen die Anordnung der FIFA vor einem ordentlichen Gericht in der Schweiz Klage einzureichen. (APA/dpa)