Angesichts der zunehmenden Flut an täglichen E-Mails hat die britische Tageszeitung "The Times " einen Ratgeber für den höflichen Briefverkehr im Internet entwickelt. Darin wird am Donnerstag zum Beispiel empfohlen, fehlgeleitete E-Mails mit beleidigendem Inhalt einfach zu ignorieren - egal, ob man das Mail geschrieben hat oder von anderen beleidigt wird. Alle anderen Versuche, aus der Situation herauszukommen, seien nur zum Scheitern verurteilt. Außerdem gleiche sich Beleidigen und Beleidigt-Werden in der Summe irgendwann aus.

"Wenn Sie verärgert sind, greifen Sie zum Telefon."

"Tun Sie einfach so, als ob nichts geschehen wäre - wie wenn in der U-Bahn eine Schlägerei ausbricht und Sie vorgeben, die Zeitung zu lesen", heißt es in dem zweiseitigen E-Mail-Knigge. "Das ist die englische Art, und es klappt seit Jahrhunderten." Außerdem wird in der Stilfibel empfohlen, keine "emotionale Sprache" zu verwenden. Und noch ein Ratschlag der "Times": "Wenn Sie verärgert sind, greifen Sie zum Telefon."(APA/dpa)