Dubai - Der Anführer einer Rebellengruppe in Afghanistan hat einem am Donnerstag veröffentlichten Video zufolge seine Unterstützung für den Moslemextremisten Osama bin Laden bekundet. "Wir danken allen arabischen Mudjaheddin - insbesondere Osama bin Laden, Ajman Ayman al-Zawahiri und anderen Anführern -, die uns in unserem Heiligen Krieg gegen Russland geholfen und für uns Opfer gebracht haben", sagte Gulbuddin Hekmatjar dem Band zufolge, das der arabische Fernsehsender Al Jazeera in Auszügen ausstrahlte.

"Wir hoffen, ihrem Kampf beitreten zu können und wir werden ihnen als Verbündete zur Seite stehen", fügte der frühere Ministerpräsident hinzu, der in dem Film mit einem schwarzen Turban und einem Gewehr zu sehen war. Inzwischen führt Hekmatjar eine Gruppe an, die der radikal-islamischen Taliban-Bewegung nahe steht. Er wird von den USA gesucht. Wie Bin Laden - der Chef der radikalen Al-Kaida-Organisation - soll sich Hekmatjar im Grenzgebiet zwischen Afghanistan und Pakistan versteckt halten.

Gewalt wurde in den letzten Monaten von Rebellengruppen nochmals angeheizt

US-geführte Truppen hatten die Taliban-Regierung in Afghanistan Ende 2001 gestürzt. Seitdem sehen sie sich allerdings mit einem von den Taliban initiierten Aufstand im Land konfrontiert. Vor allem in den vergangenen Monaten haben die Rebellen mit einer Reihe von Bombenanschlägen und anderen Angriffen die Gewalt in dem Land noch einmal angeheizt, um die vom Westen unterstützte Regierung in Kabul zu Fall zu bringen.

Hekmatjar hatte die verschiedenen islamischen Gruppen in dem Land wiederholt aufgerufen, sich zu vereinen. Nur so könnten die ausländischen Truppen aus Afghanistan vertrieben werden - wie es in den achtziger Jahren mit den sowjetischen Soldaten geschah. (APA/Reuters)