Washington - US-Präsident George W. Bush will sich verstärkt für ein Ende der Gewalt in der sudanesischen Krisenregion Darfur einsetzen. Außenministerin Condoleezza Rice wolle am Dienstag bei den Vereinten Nationen in New York eine Resolution für die raschere Entsendung einer Friedenstruppe in die Region fordern, sagte Bush am Montag. Bisher sind in Darfur schlecht ausgerüstete Truppen der Afrikanischen Union (AU) stationiert. Die Regierung in Khartoum hatte nach dem Abschluss eines Friedensabkommens mit der größten Rebellengruppe in Darfur erstmals die Bereitschaft signalisiert, UNO-Truppen in die Region zu lassen. Zuvor hatte die Regierung dies stets abgelehnt. Außerdem kündigte Bush die Zahlung von 225 Millionen US-Dollar zusätzlicher Lebensmittelhilfe an den Sudan an. "Mit dem Friedensabkommen vom vergangenen Freitag hat der Sudan eine Chance, neu zu beginnen." Bush sagte, die USA würden sich nicht abwenden von dieser "Tragödie und sie weiterhin 'Völkermord' nennen". (APA)