Wien - Der börsenotierte Keramikhersteller Frauenthal AG hat im ersten Quartal 2006 bei um 76 Prozent steigenden Umsatzerlösen einen Gewinneinbruch hinnehmen müssen. Das Unternehmen begründet beide Umstände in seinem Quartalsbericht am Dienstag mit der erstmaligen Einbeziehung des Sanitärgroßhändlers SHT und Sondereffekten durch Preisanstiege im Rohstoffbereich.

Der Umsatz im ersten Quartal stieg um mehr als 76 Prozent auf 113,7 (64,5) Millionen Euro, das bereinigte Ergebnis vor Abschreibungen (Ebitda) verlor um mehr als 20 Prozent auf 7,3 (9,1) Millionen Euro. Das Betriebsergebnis (Ebit) sank um knapp 41 Prozent auf 4,3 (7,2) Millionen Euro.

Das Vorsteuerergebnis (EBT) ging um beinahe 50 Prozent auf 3,5 (6,9) Millionen Euro zurück. Einen ähnlichen Rückgang gab es beim Ergebnis pro Aktie (von 5,6 auf 2,8 Euro).

Unternehmen spricht von "gutem Ergebnis"

Dennoch spricht das Unternehmen in seinem Aktionärsbrief von einem "guten Ergebnis" für die Gruppe und einem günstigen Marktumfeld im Geschäftsfeld Kraftwerkkatalysatoren sowie auch im Lkw-Geschäft.

Den Rückgang im Ergebnis führt Frauenthal u.a. auf den "Struktureffekt" der erstmaligen Einbeziehung der SHT zurück, die einen "negativen Ergebnisbeitrag" in ungenannter Höhe geleistet habe. Darüber hinaus geben es bei den Automotivkomponenten Preisanstiege im Rohstoffmarkt, die umsatz- und ergebniswirksam seien.

Zum Ausblick bemerkt das Unternehmen, dass trotz Einbeziehung der SHT und günstiger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen das Jahresergebnis 2005 wohl nicht erreicht oder gar übertroffen werden könne. (APA)