Ada Luger aus Wien konnte ihrem Besuch aus Thüringen am Donnerstag eine besondere Attraktion bieten. Eigentlich wollte sich das kleine Trüppchen auf die Spuren Österreichs letzter Kaiserin begeben. Doch da lebende Regierungsoberhäupter mindestens genauso spannend sind, blieb Sisi vorerst links liegen.

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Denn Bundespräsident Fischer empfing am Vormittag mit offiziellen Ehren den mexikanischen Staatspräsidenten Vicente Fox im inneren Burghof der Hofburg. Von zahlreichem Staatsbesuch hatte Aga schon in Zeitungen gelesen und vorsorglich die U-Bahn benutzt: "So viele Straßensperren gab es seit Jahren nicht."

Zufällig waren auch SchülerInnen eines humanistischen Gymnasiums im Inneren Burghof. "Wir wollten eigentlich die lateinische Inschrift über dem Schweizertor übersetzen", der Lateinlehrer musste einsehen, dass die Anziehungskraft von Präsidenten stärker ist.

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Der österreichische Präsident wurde von der Menge schnell identifiziert, über die Identität der zweiten Hauptperson herrschte zu Beginn noch Unklarheit. "Zumindest haben sie die gleichen Krawatten um, also muss das auch ein Präsident sein", so ein Schau"lustiger". "Der links ist der österreichische Köhler", erklärt ein Reisefüher seiner Gruppe und ein zweiter kommt ihm zu Hilfe: "And I guess, the other guy is the mexican president."

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Was manche aufgrund der Beflaggung für sehr wahrscheinlich hielten.

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Für Dejan und Atos war die Identität des "Zweiten" von Anfang an keine Frage. "Wir wissen, dass das der Fox ist, wir sind aber nicht wegen ihm hier, sondern wegen unseres Kumpels in der Garde."

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Die nach dem Empfang auch noch einmal für das Volk Martialisches bot, ...

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... bevor ihr Arbeitstag endete.

Der von Journalisten fing zu diesem Zeitpunkt gerade erst an, ...

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Auch Vicente Fox Quesada und Heinz Fischer erfüllten ihre diplomatischen Aufgaben, während die Präsidentengattinnen gemeinsam Schatz- und Silberkammer besichtigten.

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In den kommenden Tagen wird es für Schaulustige noch zahlreiche Gelegenheiten zur Präsidentenbesichtigung geben. 60 Staats- und Regierungschefs kommen zum Lateinamerika- und Karibikgipfel nach Wien, um den Weg der zukünftigen politischen und wirtschaftlichen Kooperation zu diskutieren. Parallel dazu tagen NGOs und Globalisierungskritiker. (mhe)

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