Berlin - Mit einer grandiosen Energieleistung hat die Russin Nadja Petrowa erstmals die German Open der Tennis-Damen gewonnen und die Revanche gegen Dauersiegerin Justine Henin-Hardenne geschafft. Die Weltranglisten-Vierte setzte sich am Sonntag in der spannenden Neuauflage des Vorjahresfinales 4:6,6:4,7:5 durch. Damit beendete die 23-Jährige die Erfolgsserie der dreifachen Berlin-Titelträgerin aus Belgien, die ihre bis dato letzte Niederlage im Grunewald 2001 kassiert hatte.

Für Petrowa war es bereits der vierte Turniersieg dieser Saison, als Preisgeld erhielt die Moskauerin 196.900 Dollar (152.470 Euro). Der bisher einzige Erfolg gegen Henin-Hardenne in neun Vergleichen war ihr bei den US Open 2004 über die damalige Nummer eins der Welt gelungen. Diesmal drohte beim 4:4 im zweiten Satz und Breakball für Henin-Hardenne das schnelle Ende, danach gelang jedoch die kaum noch erwartete Wende und nach 2:48 Stunden der 15. Sieg auf Sand in Folge.

"Ich kann nicht erklären, wie ich das geschafft habe. Ich bin einfach immer dran geblieben und habe um jeden Punkt gekämpft", sagte die nach einer harten Woche an Oberschenkel und Rücken angeschlagene Petrowa. Im Halbfinale am Samstag hatte sie Chinas Außenseiterin Na Li 6:1,6:0 vom Platz gefegt.

Henin-Hardenne hatte im Halbfinale die Weltranglisten-Erste Amélie Mauresmo aus Frankreich beim 6:1,6:2 regelrecht vorgeführt. Damit gelang die Revanche für das Australian-Open-Finale Ende Jänner, als die Olympiasiegerin wegen starker Magenschmerzen hatte aufgeben müssen. Im Endspiel konnte sie aber nur eineinhalb Sätze lang an diese Gala anknüpfen. "Sie hat in den entscheidenden Momenten konstanter und aggressiver gespielt als ich und es deshalb verdient", meinte sie über Petrowa. (APA/dpa)