Wien - "Kleine und mittlere Unternehmen stellen das Rückgrat der europäischen Wirtschaft dar und müssen daher in den Mittelpunkt der europäischen Unternehmenspolitik rücken", betonte Wirtschafts- und Arbeitsminister Martin Bartenstein (V) heute, Montag in Wien anlässlich des 5. "Runden Tischs von Banken und KMU" der EU-Kommission.

Das Leitprinzip des "Think-Small-First" müsse durch einen Paradigmenwechsel in der tagtäglichen Umsetzung verwirklicht werden, so Bartenstein weiter. Die bisher häufig geübte Praxis, Sonderregelungen für KMU zu etablieren, müsse zur Ausnahme in Randbereichen werden. Kleine und mittlere Unternehmen müssten die Sicherheit bekommen, dass ihre Anliegen höchstmögliche Priorität genießen.

Auf Vorschlag der österreichischen Präsidentschaft sei daher in den Schlussfolgerungen des EU-Rates die EU-Kommission aufgefordert worden, konkrete Verwaltungskosten zu ermitteln und Ziele für eine Verringerung der Verwaltungslast zu bestimmen, so Bartenstein weiter, der auch auf die Notwendigkeit staatlicher Beihilfen verwies, um einem Marktversagen entgegen zu wirken. Der heutige "Runde Tisch" sei "ein geeignetes Instrument, das gegenseitige Verständnis zwischen Banken und KMU zu verstärken und den Diskussionsaustausch weiter zu vertiefen". (APA)