Bukarest/Sofia - Rumänien und Bulgarien haben am Dienstag die Stellungnahme der EU-Kommission begrüßt, wonach das Land 2007 unter Auflagen aufgenommen werden kann. "Die Integration in die EU wird die Umwandlung Rumäniens in einen modernen Staat bedeuten", sagte der rumänische Ministerpräsident Calin Popescu Tariceanu in Bukarest. Dies sei der günstigste EU-Fortschrittsbericht, den Rumänien jemals erhalten habe. Von den 14 Kritikpunkten der Kommission im letzten Bericht vom Oktober 2005 seien nur noch vier übrig geblieben. Dabei handle es sich um Probleme "rein technischer Art", sagte Tariceanu weiter.

"Wir können es schaffen"

Die bulgarische Europaministerin Meglena Kunewa zeigte sich nach dem EU-Bericht zur Beitrittsfähigkeit von Bulgarien am Dienstag optimistisch über einen EU-Beitritt des Balkanlandes im kommenden Jahr. "Es verbleiben noch 227 Tage. Wir können es schaffen", schrieb Kunewa in einer Pressemitteilung. Der Bericht der EU-Kommission muss nach den Worten von Kunewa als eine "Anleitung zur Bewältigung" der noch verbleibenden EU-Auflagen verwendet werden.

Kampf gegen Korruption

Insbesondere freue er sich darüber, dass der Kampf gegen die Korruption und die Grenzsicherung aus Brüsseler Sicht kein Problem mehr darstelle, sagte Tariceanu. Trotzdem werde Rumänien in diesen Bereichen die begonnenen Reformen fortsetzen. Bei den vier Sachgebieten, in denen die EU noch dringenden Reformbedarf sieht, werde Rumänien bis zum Jahresende alle Aufgaben erfüllen, sagte der Regierungschef. Dabei gehe es um die Einrichtung eines Systems zur Verteilung der Agrarsubventionen, um Defizite bei der Vermessung der landwirtschaftlichen Flächen, um veterinärmedizinische Einrichtungen sowie um die Fertigstellung eines EDV-Systems zur Eintreibung der Mehrwertsteuer. (APA/dpa)