Innsbruck - Bei dem Braunbären, der seit kurzem durch Tirol streunt, handelt es sich entgegen ursprünglicher Vermutungen nicht um das zweieinhalbjährige Männchen "JJ2" eines Wiederansiedlungsprojektes im Trentino. Dies haben genetische Untersuchungen am Labor des Naturhistorischen Museums in Wien ergeben, teilte der WWF am Donnerstag mit.

Fest steht, dass es sich bei dem Tier um ein Männchen handelt. Die Vergleiche mit den genetischen Daten der österreichischen Bären zeigten zudem, dass das Tier nicht aus Österreich kommt. Zur weiteren Abklärung werde das Testergebnis nun nach Italien übermittelt. Dort soll das Genmaterial mit den Daten der Trentinobären verglichen werden. Der WWF rechne damit, die Identität des Bären innerhalb der nächsten beiden Tage aufgeklärt zu haben.

Das Land Tirol hat den WWF nun am Donnerstag mit dem Fangen des Tieres beauftragt und wird die Kosten dafür tragen. "Wir wollen den Bären vom Außerfern fangen, betäuben, mit einem GPS-Sender versehen und anschließend vergrämen", sagte Landesrat Anton Steixner (V). Sollte zu irgend einem Zeitpunkt Gefahr für Leib und Leben bestehen, sieht der Management-Plan der Koordinierungs-Stelle für Bärenfragen in letzter Konsequenz einen Abschuss vor. (APA)