Dass Wirtschaftsstudenten keine Spießer sind, konnten sie bei der Projektwoche "Kultur in Aktion 06" beweisen. Bereits seit 1999 widmet die ÖH der Wirtschaftsuniversität Wien vier Tage abwechslungsreichen Freizeitprogrammen.

Foto: ÖH WU

Das Programm war dieses Jahr wieder breit gefächert. Neben Führungen und Workshops wurde jeden Tag ein unterhaltsames Abendprogramm angeboten.

Den Wochenstart feierten die Studenten mit dem Eighties-Revival "Flashdance" im Kaiko Club. "Wir wollen unseren Kollegen Abwechslung im Uni-Alltag bieten", berichtet Andrea Wilhelm von der ÖH. "Außerdem zeigen wir damit, dass wir nicht nur auf Wirtschaftsthemen fixiert sind."

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Führungen wie die durch das Parlament seien die Klassiker der KIA, sagt Wilhelm über die Programmauswahl. Am besten besucht war die Exkursion in die UNO-City: "Bei der haben 70 Studenten teilgenommen. Insgesamt haben sich 262 Leute zu den Workshops und Führungen angemeldet." Auch die frei zugänglichen Veranstaltungen seien gut besucht gewesen, freut sich die ÖH-Vertreterin.

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"Die wirtschaftliche Auswirkungen des Mozartjahres/ Die Marke Mozart" war das Thema der Podiumsdiskussion, an der auch der Geschäftsführer des Wiener Mozartjahres, Franz Patay, teilnahm. "Es soll bei den Veranstaltungen auch immer ein wirtschaftlicher Bezug dabei sein", erklärt Wilhelm das Konzept.

Teilnehmen kann an den Veranstaltungen aber jeder, nicht nur WU-Studenten: "Das Projekt wird zwar nur an der WU beworben, erfahrungsgemäß kommen aber durch Mundpropaganda auch andere zu uns."

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Beim Kulturquiz am Mittwoch zeigten die Studenten, dass sie nicht nur von der Wirtschaft eine Ahnung haben. Das Feedback zu Kulturwoche sei durchwegs positiv, kommentiert Wilhelm den Erfolg der Aktion: "Die meisten Workshops waren innerhalb von einer Woche ausgebucht."

Auf wenig Interesse stießen nur der Tanz- und der DJ-Workshop, die wegen zuwenig Teilnehmer abgesagt werden mussten.

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Organisiert wird "Kultur in Aktion" ausschließlich von Studierenden. "Wir erhalten von den teilnehmenden Unternehmen Unterstützung und verbilligte Führungen", so Wilhelm. Die Studenten müssten nur für die nötige Aufwandsentschädigung und Materialkosten aufkommen. Mit diesem Erfolgsrezept will man auch im nächsten Jahr wieder für eine abwechslungsreiche Reise in die Kultur sorgen. (lis)

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