Srinagar - Bei einem Angriff moslemischer Extremisten auf Teilnehmer einer Großkundgebung im indischen Teil Kaschmirs sind am Sonntag mindestens acht Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt worden. Augenzeugen sagten, die Rebellen seien als Polizisten verkleidet gewesen und hätten das Feuer auf die Menge in der Regionalhauptstadt Srinagar eröffnet. Sicherheitskräfte hätten zurückgeschossen. Viele Menschen seien ins Kreuzfeuer geraten. Bei den Toten handle es sich um fünf Zivilisten, zwei Extremisten und einen Polizisten, teilte ein Behördensprecher mit.

Am Mittwoch sind in Srinagar Gespräche zwischen Indiens Premierminister Manmohan Singh und muslimischen Separatisten geplant. Zwei moslemische Terrorgruppen - Lashkar-e-Toiba und Al Mansourian - bekannten sich zu der Tat. Zu dem Angriff kam es kurz bevor der Ministerpräsident des indischen Bundesstaats Jammu und Kaschmir, Gulam Nabi Azad, bei der Kundgebung erwartet wurde.

Die Veranstaltung, an der rund 5000 Menschen teilnahmen, war von der Kongresspartei anlässlich des Todestages des früheren indischen Premierministers Rajiv Gandhi organisiert worden. Rajiv Gandhi war vor 15 Jahren von mutmaßlichen tamilischen Rebellen getötet worden. (APA/dpa)