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Kinder spielten am Freitag auf der Mariahilferstrasse gehandicapt Tisch-Fussball, um auf die schlechten Arbeitsbedingungen von Frauen und Kinderarbeit in Zusammenhang mit der Sportartikel- industrie hinzuweisen.
Foto: APA/CLEAN CLOTHES KAMPAGNE
Wien - Unter dem Motto "Fair Play - Fair Trade" hat die Clean Clothes Kampagne (CCK) und Jugend Eine Welt am Freitag einen Aktionstag auf der Mariahilfer Straße veranstaltet. Weniger als drei Wochen vor Beginn der Fußball-WM 2006 wollen die VeranstalterInnen damit die schlechten Arbeitsbedingungen und das Thema Kinderarbeit in Zusammenhang mit der Sportartikelindustrie aufzeigen.

"Tischfußball"

Eine "Straßenfabrik", wo Kinder Fußbälle nähen, stellte diese Problematik symbolisch dar. Mittels Tischfußball wurden die unfairen Handelsbedingungen zwischen den Industrie- und Produktionsländern spielerisch thematisiert, wobei das Team des "Südens" diverse Einschränkungen hinnehmen musste.

Hintergrund: Während die Vorbereitungen für die Fußball-WM in Deutschland auf Hochtouren laufen, produzieren Millionen Frauen und Männer und Kinder weltweit die passenden Trikots, Schuhe und Bälle. "Für einen Lohn, der kaum zum Überleben reicht, schwitzen NäherInnen täglich, um das permanent steigende Arbeitssoll zu erfüllen".

Clean Clothes - Kampagne für faire Arbeitsbedingungen weltweit - setzt sich für die Interessen der Arbeitnehmer in der Bekleidungs- und Sportartikelindustrie ein und vertritt die Forderungen kritischer Konsumenten nach Einhaltung von sozialen Mindeststandards bei der Herstellung von Bekleidung und Sportartikeln. Die Kampagne wird in Österreich von zahlreichen gewerkschaftlichen, kirchlichen, frauen- und entwicklungspolitischen Organisationen getragen und von der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit gefördert. (APA)